
Eine der Fragen, die mir wohl am häufigsten gestellt werden, lautet: Was benutzt du eigentlich für deine Haut? Ich denke, diese Frage ergibt sich daraus, dass ich in Videos oder Blog Posts immer mal wieder von meiner Haut erzählt habe, die zu Unreinheiten neigt. Ich hatte bereits zu meinen Anfängen als Video-Blogger auf YouTube dazu mal etwas gesagt, da die Frage aber immer wieder kommt, dachte ich, ich fasse das Thema noch einmal rund anderthalb Jahr danach aktualisiert hier auf - mit meinem persönlichen Jetzt-Stand.
Ich habe heute als erwachsenes Mädchen mit immerhin "schon" 27 Jahren kein Problem damit, zu meiner Haut zu stehen wie sie ist: nicht perfekt.
Als Teenager habe ich massiv unter Pickeln und Akne gelitten, die ungefähr ab meinem 12. Lebensjahr eintraten und sich dann "zur besten Teenie-Zeit" auch immer weiter verschlechterte. Alle sagten, das würde nach Pupertät schon aufhören, also biss ich tapfer die Zähne zusammen. Anfang 20 war meine Haut im Gesicht und Dekolleté aber immer noch ziemlich schlecht - und phasenweise in so katastrophalem Zustand, dass sie einer einzigen großen Pustel oder Entzündung gleich. Das war schon irgendwie extrem schwierig für mich. An manchen Tagen wollte ich wirklich nicht mehr vor die Tür gehen, abgesehen davon, dass die vielen kleinen und großen Beulen, die verhärtet unter oder feuerrot blühend auf meiner Gesichtshaut saßen, auch ziemlich weh taten. Besuche beim Hautarzt waren unumgänglich, denn, Pickel hin oder her, massive Akne sollte untersucht werden, denn es signalisiert, dass die Haut offensichtlich in irgendeiner Form nicht 100% gesund ist.
Ich habe nach vielen Behandlungsversuchen schlussendlich eine Therapieform gefunden, die meine Haut die aggressive Akne hat bekämpfen lassen. Diese Behandlung hält circa zehn Jahr vor und muss unter Umständen dann noch einmal durchgeführt werden, aber das Ergebnis danach war 300% besser als vorher und ich hatte endlich so etwas wie eine glatte Haut. Unterstützend zu dieser Therapie habe ich von meinem behandelten Dermatologen damals (ich war 23) eine Pflegeserie für sehr trockene, unreine Haut verschrieben bekommen, die zusätzlich den Effekt der Therapie positiv beeinflussen sollte und die ich auch danach noch eine Zeit weiter benutzen musste. Diese Sachen haben mir so gut gefallen und geholfen, dass ich sie auch nach Behandlungsende weitergekauft und verwendet habe. Dabei handelt es sich um zwei Produkte der Firma Dermasence, einem Reinigungsmousse und einer speziellen, reichhaltigen Gesichtscreme, die zu Unreinheiten neigende Haut nicht zusätzlich belastet und Pickel nur noch verstärkt. Außerdem hat sich eine spezielle "Anti-Pickel-Creme" von Avène lange Zeit bei mir nun bewiesen, dass ich sie zu meiner festen Pflege zähle und auch schon nachgekauft habe.

Ich bin diesen Produkten treu geblieben bis heute, vor allem dem
Reinigungsmousse, das ich auch immer auf Make-up Jobs dabei habe, da es mir als Alternative zu oft ölhaltigen Makeup-Entfernern gut gefällt und bisher die Leute sehr gerne sich damit abgeschminkt haben ohne eine gereizte Reaktion oder dergleichen. Mit rund 10-11 EUR für 200ml, was bei mir rund fünf Monate Ergiebigkeit (ich wasche mein Gesicht in der Regel morgens und abends mit Schaum) macht, halte ich das Mousse für einen guten Deal. Wichtig ist mir aber, ob es etwas bringt - und da muss ich ganz klar und laut "JA" rufen.
Gerne werde ich eine separate Produktrezension hierzu tippen, in der ich euch alle Infos zusammenfasse, sowie meine Erfahrungswerte noch einmal etwas genauer aufführe. Vielleicht finde ich sogar ein paar gute Fotos von vor meiner Aknebehandlung, aber ich muss sagen, ich habe mich wirklich nicht gerne damals fotografieren lassen.
Grundsätzlich ist Hautsache ein wichtiges Thema. Ich denke, da sind wir uns alle einig. Wichtig finde ich aber auch, dass man zu seiner Haut steht - und dass es vollkommen okay ist, wenn man unreine Haut hat, denn oft können wir uns kaum dagegen wehren gegen den Mix aus Veranlagung, Hormonen und Umwelteinflüssen. Keiner ist perfekt!
Auch sollte man eine realistische Einschätzung seiner Haut erlangen und nicht auf das ultimative Wundermittel für einen glatten und klaren Teint mit mikrofeinen Poren hoffen, wenn man einfach schon lange massiv mit Akne zu kämpfen hat. Dieses perfekte Hautbild zu erlangen, ist mit einer Vorgeschichte in Sachen eigene Haut doch nahezu unmöglich und wer sich ein realistisches Ergebnis vor Augen führt, kann großen Frust vermeiden oder sich sogar noch positiv überraschen lassen, wenn die Haut sehr gut auf eine Behandlung des Dermatologen oder ein Pflegeprodukt reagiert.
Wer unreine Haut hat oder unter Akne leidet, sollte sich nicht ganz und gar "kampflos" ergeben. Man kann die Initiative ergreifen und seiner Haut etwas Gutes tun: durch gezielte, vernünftige Pflege - und damit meine ich bestimmt nicht, Unsummen für jede neuste Kosmetik- oder Pflegeinnovation auszugeben, die porentief reine Haut verspricht, oder im Monatswechsel nahezu hysterisch von einem Produkt zum nächsten zu hüpfen. Ich halte hierbei ein eher aufmerksames, sensibles Auseinandersetzen mit dem Thema für richtiger, was es auf dem Markt gibt, worin mein Hautproblem wirklich besteht, was dagegen genau helfen könnte und sich daher tatsächlich lohnt (auch in Rücksprache mit dem eigenen Hautarzt!) mal ausprobiert zu werden.
Auch heute ist meine Haut phasenweise nicht vollkommen rein und Jahre der Akne haben trotz astreiner Therapie natürlich einige sichtbare Spuren hinterlassen, beispielsweise in Form von vergrößerten Poren hier und da, Mitessern um die Nase herum oder richtig "schattenwerfende" Unebenheiten in der Haut, besonders an der Stirn. Große, auffällige Aknenarben habe ich trotz allem keine, aber selbst wenn, würde ich auch damit klarkommen. Grundsätzlich ist ein Pickel auf der Nase für mich auch gar kein Thema, denn ich habe sehr viel Schlimmeres erlebt - und andere junge Leute oder auch Erwachsene haben vielleicht mit noch viel schlimmerer Akne zu kämpfen als ich es hatte. Ich mache mir bewusst, was ich habe und arbeite mit dem, was heute da ist.
Und jetzt, seid ihr bereit für die (ungeschminkte) Großaufnahme? Bitte sehr!

Und hier noch ein Screenshot aus deinem Video, das ich vor wenigen Tagen aufgenommen habe. Ich trage mattierendes Puder, jedoch keinerlei ausgleichendes Make-up im Gesicht, daher bietet es sich ebenfalls an ein Beispiel: